Zulage zum Ephorengehalt nach A16 – Stellungnahme des Pastorenausschusses mit der Bitte, die Entscheidung der Synode zu überdenken

Sehr geehrtes Synodenmitglied,

der Pastorenausschuss unserer Landeskirche wendet sich mit diesem Rundbrief an Sie, da auf der letzen Synodaltagung im November  – für uns überraschend -, eine Zulage zum Gehaltes der Superintendentinnen  und Superintendenten beschlossen wurde, die einer Erhöhung von A15 auf A16 entspricht.

Überraschend war es für uns als Pastorenausschuss vor allem deshalb, weil uns kein entsprechender Gesetzesentwurf des Landeskirchenamtes, der dieser Entscheidung zugrunde gelegen hatte, vorlag. Somit hatte der Pastorenausschuss auch keine Möglichkeit, dazu Stellung nehmen. Damit wurde u.E. geltendes Recht missachtet. Eine grundsätzliche Eingabe hatten wir seinerzeit dennoch bei der Synode eingereicht.

Überraschend war dies für uns auch deshalb, weil uns in unseren Sitzungen der Stand der Diskussion in dieser Sache nicht mitgeteilt worden war. Deshalb hatten wir auch mit einer Entscheidung der Synode in diesem Punkt noch gar nicht gerechnet.

Wir erachten den Weg, der hiermit beschritten wird, für grundsätzlich falsch. Als gewählte Vertretung der Pastorenschaft unserer Landeskirche halten wir es deshalb für geboten, dass wir uns in der Sache zu Wort melden.

Der Sachverhalt stellt sich uns folgendermaßen dar:
Geschätzte 70% aller  Pastorinnen und Pastoren in unserer Kirche bekommen entsprechend ihres Dienst- bzw. ihrem Lebensalters (jünger als 53 Jahre) ein Gehalt, das sich nach A13 bemisst. Ungefähr 2/3 seiner Dienstzeit wird eine Pastorin/ ein Pastor nach A13 bezahlt, bevor sich der Bewährungsaufstieg nach A14 für das letzte Drittel des Dienstes anschließt. Wenn Superintendentinnen und Superintendenten nun eine Zulage entsprechend A16 erhalten, bedeutet dies einen durchschnittlichen Gehaltsunterschied von ca. 1.540 € pro Monat. Damit bekommt ein/e Superintendent/in ungefähr 35% mehr Gehalt als die allermeisten Pastorinnen und Pastoren. Eine solche Erhöhung lehnen wir aus insgesamt sieben Gründen ab.

1.    Der Dienst in der Kirche ist ein Dienst von Geschwistern. Auch das Superintendentenamt ist in der Dienstgemeinschaft der Ordinierten nach Bekenntnis und Tradition unserer evangelischen Kirche (CA V.) immer ein Amt als primus inter pares gewesen. Es war keineswegs das eines weisungsbefugten Vorgesetzten und schon gar nicht das eines „höherrangigen“ Geistlichen wie z.B. in der römisch-katholischen Kirche.
Durch einen Gehaltsunterschied, der sich in drei Gehaltsstufen ausdrücken würde, käme  ein enormes Ungleichgewicht zustande. Dieser Gehaltsunterschied würde zu einer  unevangelischen Hierarchisierung innerhalb der Dienstgemeinschaft der Ordinierten in unserer Kirche führen. Dies widerspricht ihrem evangelisch-lutherischen Wesen zutiefst.
Auch im Vergleich zu anderen Berufsgruppen in der Kirche, die von indirekten Gehaltskürzungen (so etwa die Einführung eines Eigenanteils der kirchlich Beschäftigten an der betrieblichen Altersvorsorge) betroffen sind, ist diese Hochstufung nicht zu rechtfertigen.
2.    Eine Spreizung der Gehälter kann im Grunde genommen allein durch die Kosten und die Dauer sowie die Wertigkeit einer Ausbildung begründet sein. Diese aber ist für PastorInnen und SuperintendentInnen gleich!
3.     Wir anerkennen sehr wohl, dass  Arbeitsumfang, Aufgaben und Verantwortung im Bereich der Superintendenten gestiegen sind. Dies wurde jedoch in nahezu allen Kirchenkreisen durch eine spürbare Kürzung bzw. sogar die völlige Streichung des Gemeindeanteils in den Superintendenturgemeinden der EphorInnen kompensiert.
Arbeitsumfang, Aufgaben und Verantwortung im Bereich des Gemeindepfarramtes sind aber mindestens ebenso angestiegen. Doch hier  fand keine entsprechende Kompensation statt. Im Gegenteil, es gab an verschiedenen Stellen drastische Kürzungen, bedingt durch Sparmaßnahmen und Zusammenlegungen von Gemeinden. Dadurch gingen in den zurückliegenden Stellenplanungszeiträumen bis zu 30% aller Gemeindepfarrstellen verloren.
4.    Ein so hoher Gehaltsunterschied setzt falsche Anreize. In vielen Kirchenkreisen gab es bereits  in der Vergangenheit Schwierigkeiten,  Gemeindepfarrstellen zu besetzen. Bei nahezu allen ausgeschriebenen Superintendenturstellen haben sich hingegen auch bisher schon -  also bei einem A15-Gehalt -  jeweils mehrere geeignete BewerberInnen gefunden.
5.    Im Hinblick auf die vielen Gemeinden, die von Kürzungen im nächsten Planungszeitraum betroffen sind und die gerade zur Zeit dieser Beschlussfassung  ihre Planungen vorlegen mussten, ist der Zeitpunkt dieses Beschlusses ein falsches Signal.
6.    Für viele Pastorinnen und Pastoren war die  seitens der Kirchenleitung immer gegebene Zusage der besonderen Dienstgemeinschaft der Ordinierten in der Kirche der Grund, lange Wartezeiten und unfreiwillige Teildienste in Kauf zu nehmen (sog. Package Deal). Viele Pastoren-Ehepaare haben aus Gründen der Solidarität entsprechende Teildienste akzeptiert. Dass nun, wo sich die Lage finanziell entspannt, zunächst die Ephorengehälter erhöht werden, führt zu Frustration und Enttäuschung.
Zudem hat der Vorgang auch eine “geschichtliche” Dimension. Als die Kirchensteuereinnahmen in den 90er Jahren zurückgingen, wurde durch die Aufhebung des Bewährungsaufstiegs beim Pastorengehaltes nach A14 (damals in der Regel ab dem 39. Lebensjahr) ein deutlicher Beitrag zur Konsolidierung des landeskirchlichen Haushaltes geleistet. Ein damaliger synodaler Beschluss, alle kirchlichen Dienstnehmergruppen (Pastoren, SuperintendentInnen und Kirchenbeamte) mit Gehaltsopfern zu belegen, wurde jedoch nur bei den PastorInnen umgesetzt. Das Gehalt der Superintendenten blieb ungeachtet des Synodenbeschlusses weiterhin ungekürzt bei einem vollen A15-Gehalt.
Nun hat die Synode den Bewährungsaufstieg für PastorInnen von A13 nach A14 zum 1. Januar 2015 wieder beschlossen, allerdings erst ab dem 53. Lebensjahr. Um den damaligen Stand wiederherstellen, müsste aber das  39. Lebensjahr bzw. die 9. Dienstaltersstufe als Zeitpunkt gewählt werden. Da die verbesserte Haushaltslage im Vergleich zum damaligen Zeitpunkt dies ermöglicht und auch mehrere andere Landeskirchen diesen Weg beschritten haben, sollte die damalige Zusicherung der Wiedereinführung der Durchstufung nach A14 auch eingelöst werden. Stattdessen aber vorhandene Mittel für Erhöhung in einer Dienstgruppe vorzunehmen, die damals gar keine Einsparleistungen erbracht hatte, würdigt die Verzichte der Pastorenschaft in den letzten 20 Jahren nicht.

Aus oben genannten Gründen bitten wir die Synode die Entscheidung zu überdenken und statt der Einführung einer Zulage gemäß A16 für die Superintendenten die Wiedereinführung von A14 (9. Stufe) zu beschließen. Wir bitten Sie nachdrücklich, uns in diesen Anträgen zu unterstützen.
Unter dem Eindruck, dass unsere Argumente den Mitgliedern der Synode nicht hinreichend bekannt  waren, schreiben wir Ihnen diesen Brief. Sämtliche Geschwister im Ephorenamt haben wir in dieser Sache bereits angeschrieben. Auch sie haben wir in ihrer kirchenleitenden Funktion um ihre Unterstützung gebeten.

Der Pastorenausschuss

Ellen Kasper (Vorsitzende)        Andreas Dreyer (Stellv. Vorsitzender)

Kalender kommen später

Der Pfarramtskalender 2016 und der kleine blaue Taschenkalender waren schon fertig, da brannte die Lagerhalle der Druckerei ab. Nun müssen beide noch einmal gedruckt werden. Die Auslieferung verzögert sich dadurch voraussichtlich bis Ende Oktober.

Aus dem Lot

Gehaltsgefüge entwickelt sich auseinander
ein Kommentar von Anneus Buisman

Die Lücke zwischen den normalen Arbeitnehmereinkommen und den Vorstandsgehältern bei Deutschlands Börsenschwergewichten wird immer größer, so berichtet die Presse. Die EKD  hat daraufhin Teilen der deutschen Wirtschaft mangelndes gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein und Maßlosigkeit bei der Bezahlung von Managern vorgeworfen. Recht so.

Aber wie sieht es dort aus, wo Kirche ihr eigenes Gehaltsgefüge verantwortet? Das war bisher irgendwie plausibel: die Einkommen richteten sich nach Verantwortung, nach Länge, Qualität und Kosten  der Ausbildung, nach zusätzlichen Aufgaben usw. Übermäßige Spreizungen wurden vermieden.

Aber nun gerät es anscheinend aus dem Lot. Die Ausschreibung von Kirchenamts-Leiter-Stellen zeigt es an. Gab es dort bisher als höchste Vergütungsstufe  A 14, soll es nun A 15 werden. Und das für Beschäftigte, die weit überwiegend ihre vom ersten Tag an bezahlte Ausbildung als Vollfinanzierung bzw- alimentierung von der Kirche erhalten haben, sprich: keineswegs ein selbstfinanziertes Studium auf eigenes Risiko vorfinanzieren mussten.
Dies wiederum läßt nun die Superintendenten nicht ruhen. Als Aufsichtspersonen mit akademischer Ausbildung müssen sie dann ja A 16, das höchste Gehalt der A-Tabelle, bekommen, eine Stufe über den KA-Leitern. Die Debatte darum hat in den synodalen Gremien begonnen.
PastorenInnen, die als einzige Berufsgruppe in der Vergangenheit Kürzungen erfuhren (Zwangsteildienst für Ehepaare u.a., Abschaffung der Durchstufung, zeitweise niedrigere Gehaltstabellen) und immer noch nicht wieder dort angelangt sind, wo sie einmal waren, werden so  abgehängt. Ganz zu schweigen von den privatrechtlich angestellten Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitergruppen.
Das meistgenannte Argument in Kirche und Wirtschaft lautet stereotyp: „Sonst bekommen wir keine guten Leute“. Auf welche Mitarbeiter es den Menschen im Lande ankommt, das hat die neueste (V.) Mitgliedschaftsstudie der EKD gerade gezeigt, in der uns PastorInnen bescheinigt wurde, eine Schlüsselrolle in Verkündigung und Vermittlung innezuhaben. Braucht man dafür etwa keine „guten Leute“?

Deshalb fordere ich Sensibilität bei Veränderungen im Gehaltsgefüge ein! Schnell kann sonst der Eindruck entstehen, die Leitung und Verwaltung einer Kirche sei mehr wert als die Arbeit vor Ort.

Altbischof Eduard Lohse verstorben

Altbischof Eduard Lohse verstorben

Göttingen. Der Hannoversche Pfarrverein trauert um Altbischof Eduard Lohse, der am 23. Juni in Göttingen im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Eduard Lohse war seit seiner Zeit als Landesbischof, durch den er in die hannoversche Landeskirche kam, ununterbrochen Mitglied unseres Vereins und nahm am Vereinsgeschehen bis zuletzt interessiert Anteil.

Ein echtes geschwisterliches Miteinander im Pfarrberuf war Eduard Lohse ein Herzensanliegen, er besaß eine hohe integrative Kraft und hat sich an vielen Stellen für die Belange der Pfarrerschaft insgesamt wie auch für Kollegen und Kolleginnen in schwierigen Situation engagiert eingesetzt.

In diesem guten Sinne war er pastor pastorum auch über die aktive Zeit als Landesbischof hinaus. Dafür danken wir ihm.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Ein ausführlicher Nachruf wird im nächsten Vereinsblatt erscheinen.

Andreas Dreyer,

Vorsitzender

 

 

 

 

Vertagt

Vertagt 1
Entscheidung über Höherstufung der Superintendenten auf die Herbstsynode vertagt

Gegen die Emfehlung des Finanzausschusses brachte der Landessynodalausschuss den Antrag auf Durchstufung der Superintendenten nach A 16 ein. Die Synode vertagte die Entscheidung auf den Herbst.

Dazu meint unser Mitglied Ulrich Hahn, Winsen:
„…„Übrigens,“ sagt ein Freund, „soll in der Synode ein Antrag eingebracht werden, dass die Superintendenten zukünftig A16 als Gehalt bekommen.“ Die Begründung dafür: Auch die Amtsleiter bekommen ja mehr. Die Begründung dafür: die Amtsleiter erledigen immer komplexere Aufgaben.
Ich hatte A 16 immer für ein Landessuperintendentengehalt gehalten. Neulich erst bin ich darauf gestoßen, das Landessuperintendenten im B- Bereich liegen.
Ich bin Jahrgang 1955, ein älterer Pastor. Als ich das höre, entsteht ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Ich versuche, diesem Gefühl nachzugehen. Mein Freund sieht mein Gesicht. Er fragt: „Bist du neidisch?“
Ich glaube: ja, ich bin neidisch. Aber dieser Neid ist mehr als ein Gefühl. Er ist ein Indikator. Was zeigt dieses Gefühl an?
Meine These ist: In der Veränderung des Gehaltsgefüges bei uns in der Kirche wird deutlich, dass das Organisieren von Arbeit immer wichtiger wird gegenüber dem Verrichten von Arbeit.
Leiten, Management, das, was Superintendenten und andere tun, soll Gemeindearbeit fördern. Dazu ist ein Kirchenkreis da. Dazu ist die Landeskirche da. Jedenfalls ist das rein quantitativ die Hauptaufgabe. Erfolgreich ist Kirchenleitung, wenn es den Gemeinden gut geht. Wenn ich die Frage beantworten sollte, ob unsere Kirchenleitung über die Jahre besser geworden ist, wüsste ich spontan nicht, ob ich das mit „Ja“ beantworten könnte. Kann sein, dass sie wichtiger geworden ist in dem Sinn, dass sie mehr Zeit absorbiert. Aber das kann auch an meiner Arbeitseinteilung liegen oder an meiner Rolle im Kirchenkreis, ich weiß es nicht so genau.
Mein Eindruck von der Lage: die Welle der Gehaltserhöhungen beginnt auf landeskirchlicher Ebene. Das Instrument, mit dem Einstufungen geändert werden, heißt Stellenbewertung. Es wird im Landeskirchenamt – so höre ich – von einer externen Firma durchgeführt, wegen der „Objektivität“. Das ist doch ein Witz. Als Berater muss ich doch meinen Klienten (den Mitarbeitenden im LKA) bescheinigen, dass sie toll sind und gut arbeiten. (Offiziell ausgedrückt: Ich begegne ihnen wertschätzend) Ich will ja zufriedene Kunden. Man könnte argumentieren: die Beraterfirma ist ja von der Leitung eingestellt. Auch kein Argument. Jeder weiß schließlich: wenn ich A15er leite, muss ich selbst mindestens A16 bekommen. Die Berater haben also ein vitales Interesse daran, Mitarbeiter hochzustufen.
Der zweite Witz ist, dass ich nicht höre, das so etwas auch mit Gemeindepastoren geschieht.
Nein, es ist eigentlich kein Witz. Es hat seine tiefe Berechtigung. Wir werden ja nicht entlohnt für das was wir leisten, sondern alimentiert. Nicht nur wir Pastoren, auch Kirchenbeamte. Aber offenbar wird das auch gerade unterlaufen – bloß: auch das sagt niemand.
Gleichzeitig wird erwogen, so höre ich dann auch, ob nicht das Barmer Bekenntnis in die Reihe unserer Bekenntnisse aufgenommen werden soll. Das ist das Bekenntnis mit der „Gemeinde von Brüdern (und Schwestern)“, bei der verschiedene Ämter keine Herrschaft des einen über den anderen begründen und die mit ihrer (Gehalts)ordnung ihrer Botschaft folgt. Ach. “

Vertagt 2
Entscheidung über Ruhestädlerpauschale auf Herbst vertagt
Zum 1.5. sollte die vor Jahren abgeschaffte Ruheständlerpauschale für die Leitung eines Gottesdienstes wieder aufleben. Damals wollte man explizit die „Alten“ von der Kanzel haben. Als ob denen die Bezahlung wichtig wäre. Aber mangelnde Wertschätzung wurde so schon deutlich. Im Augenblick dreht sich die Diskussion im Landeskirchenamt noch darum, ob die Aufwandsentschädigung bei 28,— Euro, wie bei Prädikanten, oder bei 40—50 Euro liegen soll. Letzteres schlagen jene vor, die wissen, wie wichtig es ist, Ruheständlern jene Wertschätzung zukommen zu lassen, die sie in den Gemeinden, für die ihre Diesnte unverzichtbar sind, bereits geniessen.
Der Hannoversche Pfarrverein setzt sich für eine großzügigen Regelung ein und schrieb an die Synode:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

wie zu vernehmen war, soll im Rahmen der derzeitigen Maßnahmen, mit denen PastorInnen im Ruhestand verstärkt in Gemeinden eingesetzt werden sollen, jetzt  – endlich – auch die sog. Predigerpauschale für Ordinierte , die in den Neunzigerjahren gegen unseren Protest ersatzlos gestrichen worden war, zum 1. Mai in unserer Landeskirche  wiedereingeführt werden. Dafür wäre eine Gottesdienstpauschale resp. Honorar von 28,- € plus Fahrtkosten vorgesehen.

Der Vorstand des hannoverschen Pfarrvereins hat sich dieser Thematik schon seit Jahren angenommen und die bisherige  Systemungerechtigkeit beklagt. Von daher begrüßen wir diese neue Entscheidung grundsätzlich, halten einen höheren Entschädigungssatz von 50,- € plus Fahrtkosten für angemessen. In Dienstbeschreibungen, Tabellen mit Zeitvorgaben für Gottesdienste etc. wird regelmäßig für die Vorbereitung und Durchführung eines Gottesdienstes ein Zeitrahmen von bis zu 8 Stunden angesetzt. Vergütungssätze für Aushilfs-Organistendienste, insbesondere auch bei Kasualien, sind ebenfalls in den Vergleich mit einzubeziehen. Insofern handelt es sich hierbei auch um generelle Wertschätzung und Anerkennung eines freiwillig geleisteten Dienstes. PastorInnen, die diesen Betrag spenden wollen, sollen und können dies natürlich auch wie bisher schon tun.

Wir bitten um Berücksichtigung unserer Einwände.“

 

Eingestellt: 19.6.2015

Mit rund 120 Teilnehmern war der Hannoversche Pfarrvereinstag 2015 gut besucht.

Pfarrvereinstag zur Mitgliedschaftsuntersuchung

 

Hannover. Mehr als 120 Pfarrerinnen und Pfarrer aus der gesamten hannoverschen Landeskirche und sogar darüber hinaus  waren am Montag, den 16. März auf Einladung des Hannoverschen Pfarrvereins, der Interessenvertretung der Pfarrerschaft in den Landeskirchen Hannover und Schaumburg-Lippe,  ins Ökumenische Kirchenzentrum am Mühlenberg gekommen, um dort über die V. EKD-Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung miteinander zu sprechen, deren erste Ergebnisse unter dem Titel Zwischen Engagement und Indifferenz 2014 veröffentlicht wurden. Prof. Gerd Wegner, Leiter des Sozialwiss. Instituts der EKD hielt dazu den Hauptvortrag zum Thema: Was wir von unseren Kirchenmitgliedern lernen können. Dabei wurde die zentrale Bedeutung des pfarramtlichen Dienstes in den Gemeinden für die Mitgliedschaftsbindung der Kirchenglieder herausgestellt. Gleich in der ersten These seines Vortrages betonte Dr. Wegner: ohne den Pfarrer/die Pfarrerin geht es nicht!  Das Co-Referat hielt Reinhard Bingener, Redakteur der FAZ, der zahlreiche Beiträge zu Kirche und Gesellschaft veröffentlicht hat und insbesondere eine Rezeption der Mitgliedschaftsstudie durch die Kirchenleitungen eingefordert hatte. Und darin den Reformprozess der EKD, der auf eine immer stärkere Hierarchisierung und Ökonomisierung der Kirche zulaufe,  zu weiten Teilen in Frage gestellt. Er sprach zu dem Thema: die Kirchenmitgliedschaftsstudie aus der Sicht eines Journalisten.  –Es folgte eine engagierte Diskussion, an der sich viele TeilnehmerInnen beteiligten. Den Vormittag beschloss ein sehr informativer Kurzbericht der LKA-Personaldezernentin, Frau Dr. Wendebourg über etliche neue Maßnahmen zur Unterstützung des zentralen pfarramtlichen Dienstes.

Auf der Mitgliederversammlung des hannoverschen Pfarrvereins am Nachmittag wurden dann die neuen Sprecherinnen und Sprecher in den 54 Kirchenkreisen der Landeskirche begrüßt und verpflichtet. Die Sprecher fungieren als Bindeglieder und Vertrauensleute für die über 1.600 Vereinsmitglieder, die in den Kirchenkreisen der beiden Landeskirchen Dienst tun. Andreas Dreyer als Vorsitzender des Vereins freute sich, dass auch in diesen Zeiten, da viele  Kollegen unter Arbeitsverdichtung litten, wieder viele Pfarramtskollegen sich bereit erklärt hätten, dieses wichtige Ehrenamt im Sinne des Vereins wahrzunehmen. Anschließend berichteten der Vorsitzende und der Dienstrechtsberater Herbert Dieckmann und eingehend über die wieder sehr umfangreiche und vielfältige Pfarrvertretungsarbeit im letzten Jahr. Die am 12. Januar 2015 neu gewählte erste Vorsitzende des hannoverschen Pastorenausschusses (PA), Pastorin Ellen Kasper, warb in ihrem Grundsatzstatement über die zukünftige Arbeit des PA sehr eindringlich für eine „Restitution des Gemeindepfarramtes“ durch eine klug überlegte Verbesserung seiner Basisbedingungen. Mit dem Reisesegen beschloss Heinrich Riebesell, der Vertreter der RuheständlerInnen und Leiter der SprecherInnen-Versammlung, diesen gut besuchten und sehr anregenden Pfarrvereinstag 2015.

 

 

 

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Neuer Pastorenausschuss konstituiert

Hannover. Nach den Wahlen im November und den anschließend ausgesprochenen Berufungen hat sich am 12. Januar der neue Pastorenausschuss (Pfarrvertretung) für die Amtsperiode 2015-2020  konstituiert.
Zur Vorsitzenden wurde dabei Ellen Kasper, zum stellv. Vorsitzenden Andreas Dreyer gewählt, der dieses Amt auch schon in der zurückliegenden Periode innehatte. Am 26. Januar fand mit einem kleinen Festakt die Staffelübergabe im Landeskirchenamt statt.

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Einführung des neuen PA durch Landesbischof Meister

In einer gut besuchten Andacht im Landeskirchenamt verabschiedete am 26. Januar Landesbischof Ralf Meister die ausscheidenden Mitglieder des Pastorenausschusses und führte die neu gewählten und berufenen Sprecher der Pfarrerschaft in ihr Amt ein.

In seiner Ansprache hob Bischof Meister die Funktion des PA als Verbindungsglied zwischen Pfarrerschaft und Landeskirche hervor. Der Beruf sei „für die allermeisten immer noch eine tiefe Berufung“. Er brauche intensive Kollegialität. Dabei müßten auch Konflikte ehrlich angesprochen werden. Für all das stehe der PA.